Heilpraktik - Praxis f. Körperbegradigung &.Schmerztherapie
 
 Manuelle Lymphdrainagen: ( Entstaungsbeh. )
 
Das Lymph - System:
Wohl Niemandem muss man Heute erklären, was der Blut- Kreislauf im menschlichen Körper darstellt. Auch  über das Nervensystem hat man noch schwach eine Ahnung. Kaum
Jemand hat jedoch eine komplexe Vorstellung vom Lymphsystem; erst wenn es nicht mehr reibungslos
funktioniert, wird man darauf aufmerksam gemacht.
 
Ich will versuchen auf einfache  Weise das Prinzip des
Lymphsystem näher zu bringen. Um Hormone, Nährstoffe
und Medikamente zu den Zellen zu bringen, verlässt das Blut die feinsten Äderchen(Kapillaren), durchströmt die
Zellen-Zwischenräume(Interstitium) und wird von den
 Postkapillaren Venolen, den kleinsten Äderchen des
Venensystems wieder aufgenommen. Auf diesem Weg hat das Blut jedoch Nährstoffe  abgegeben und ist nun beladen mit Stoffwechselrückständen, Schlacken, sie wie der Volksmund sagt.
 
Es gibt im Organismus jedoch  mehr Abfallstoffe als bloß
diese Stoffwechselprodukte. Es sind dies Zelltrümmer,
abgestorbene Zellen, Plasmaproteine, besiegte Bakterien
und Viren, langkettige Fettsäuren Fremdstoffe und natürlich  Wasser. Dies alles bildet zusammen die so-genannte lymphpflichtige-Last. Von all dem Blut, das unser
Herz im Laufe eines Tages, bei ruhendem Organismus
immerhin gut 5 Liter pro Minute, durch den Körper pumpt,
werden nur etwa 80% durch das Venensystem zum Herzen zurückgeführt, der Rest übernimmt das Lymphatische System.
 
Auf dem Weg durch die insgesamt etwa ca. 600 Lymphknoten(früher nannte man sie fälschlicherweise Lymphdrüsen) der Cisterna Cyili( ein Sammelgefäß etwa
auf der Höhe  des 12 Brustwirbels),  in den ductus toracicus
(Zu vergleichen mit einer Ader) zum oberen linken  Venen-
winkel unmittelbar vor dem Herzen, es wird ständig
Flüssigkeit an das Blut abgegeben, sodass der Durchfluss
an gereinigter Lymphe hier noch etwa 2 Liter pro Tag
beträgt
 
 
Was bewirkt die manuelle Lymphdrainage(MLD):
 
Die MLD ist die behutsamste  Massage überhaupt, man  kann sie eher als einen Reiz setzen bezeichnen, denn als Massage. Durch sanftes verschieben der Haut werden die Initialen Lymphgefäße angeregt, vermehrt Lymphpflichtige Last( z. Bsp. Wasser) aufzunehmen.
 
Durch das verschieben der Haut
in Abflüßrichtung wird der Lymphfluß angeregt, vergleichbar dem Anregen der Blutzirkulation bei einer
klassischen Massage. Infolge des angeregten Kreislaufs
wird also mehr Lymphflüssigkeit abtransportiert, was auch
einen rascheren Rückgang der Schwellung nach einer
Verstauchung, einer Prellung oder einer Operation zur Folge hat.
 
Viele Chirogen verordnen aus diesem Grunde MLD (Manuelle Lumphdrainage) kurz
nach der Operation. Durch den Abfluss der Lymphpflichtigen Last sinkt der Gewebedruck, was auch schmerzlindert
wirkt, und das Gebiet kann wieder besser durchblutet
werden. Durchblutetes Gewebe erhält mehr Nähr und
Abbaustoffe und heilt deshalb schneller ab. Durch die MLD
können aber auch neue Abflußwege (Lymphbahnen)
geschaffen werden,z. b. bei einer Brustamputation,bei
der üblicherweise auch die Lymphknoten der betreffenden
Achselhöhle entfernt werden.
 
Bei einer akuten Entzündung die durch toxische Substanzen, Bakterien oder Viren verursacht wurde,darf
kein MLD durchgeführt werden. Es bestünde die Gefahr, das die Toxine sozusagen durch die Lymphknoten durch
geschoben würden, bevor sie durch das Immunsystem unschädlich gemacht werden konnten.
 
Es muß also immer zuerst die Urache einer Entzündung
abgeklärt werden. ist die Ursache eine Reizung, z.Bsp.Tennisarm, Sehnenscheidenentzündung oder eine
Chronische Entzündung, bei der die meisten verursachenden Stoffe abgebaut sind, dann ist die MLD
die Therapie der Wahl. Die weit verbreitete  Cellulite und 
die nicht minder anzuschauende Reiterhose ( Lipödem)
werden ebenfalls mit MLD mit viel Erfolg therapiert. 
Abschließend kann gesagt werden: wo immer Wasser
(Ödeme), Blutergüsse, Zellulitis, oder Stoffwechselrückstände im Gewebe liegen, ist eine Therapie mittels Manueller Lymphdrainage angezeigt. 
 
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